Kann denn Saumagen Sünde sein? Vol. II

Kurz vor dem Start

Kurz vor dem Start

Auch dieses Jahr gabs wieder “Einsatz im Pfälzer Wald”. Und auch dieses Mal gabs wieder alles, was den Fan des Gäsbock-Marathons froh und glücklich macht.

Allen voran natürlich eine perfekte Orga um Hermann Daniel alias Kelme, aber auch jede Menge gut gelaunter und entspannter Teilnehmer, Helfer, Kiebitze, Discobetreiber, Saumagenbrater, Espresso-Gott und, und, und …

Ach ja, fast vergessen, wunderbare Pädels bergauf und bergab und passendes Wetter gabs obendrauf.

Wie wars? Ääfach gutt, wie der Pfälzer sagen würde.
Kurz vor dem Start läuten die Glocken der evangelischen Kirche zu Lambrecht, die Meute versammelt sich, der Pfarrer stimmt seine Gitarre und plötzlich ist es mucksmäuschenstill. Der Gottesmann erhebt seine Stimme und schickt sein selbstverfasstes Lied über den Verstärker, danach noch ein kurzes Gebet und schon gehts los. Wunderbar!

De Jimmy Hendrix vun Lambrecht

De Jimmy Hendrix vun Lambrecht

Zuerst die “rasierten Waden” und nach und nach geht auch der Rest der Truppe auf die Strecke. Erstmal fein steil hinauf Richtung Friedhof und ab in den Wald.

Dummerweise ließ ich mich von der allgemeinen Rennerei anstecken (weis eigentlich gar nicht warum) und gab erstmal Gummi. Ich fühlte mich (noch) gut, der erste ernstzunehmende Anstieg war bald geschafft und ich hatte sowas von dicken Beinen … aber sowas von 🙂 Zwischendrin fand mich noch Michael alias “Smubob” und verlor mich für den Rest der Strecke wieder.

Danach Pädel rauf, Pädel runter, die Beine erholten sich langsam, aber leider im gesamten Verlauf nicht mehr vollständig. Ich kam zwar trotzdem recht gut voran, aber von entspanntem Biken in netter Runde konnte bis zum Ziel keine Rede mehr sein.

An der ersten Verpflegung gab es die an dieser Stelle obligatorischen Dampfnudeln mit Vanillesauce und Hefekuchen mit Nutella. Dazu ne dünne Iso-Plörre. Der Bauch war beruhigt, die Beine nicht und weiter gings. Es folgte eine lange Fahrt auf Forstautobahn tendentiell höhengleich ;-), ich fand jemanden, dessen Hinterrad ich bequem halten konnte, und schaffte mich immer weiter in Richtung Sonderverpflegung I.

Sonderverpflegung I? Ja, der Gäsbock-Marathon ist bekannt für seine kreativen Ideen und so gibts zwei solcher Sonderposten mitten im Wald, die immer etwas mit dem Marathonmotto zu tun haben.

Da das diesjährige Motto “Love, Peace and happy Trails” lautete, fand man sich plötzlich, wie gesagt mitten im Wald, in einer Disco wieder. Komplett ausgestattet mit Glitzerkugel, Trockeneisnebel und dem entsprechenden Sound. Als ich eintrudelte lief gerade “We are Family ….” von Sister Sledge 🙂

Disko im Pfälzer Wald

Disko im Pfälzer Wald

Als Verpflegung gabs hier getrocknete Mango, Mohrenköpfe und Rieslingschorle … subbär!

Disko im Pfälzer Wald

Disko im Pfälzer Wald

Danach auf wunderschönem Abwärtspädel weiter zum Kloster St. Marien in Esthal und zur Saumagenbraterei. Herrlich, wie das schon von weitem duftet. Auch hier gabs zudem Nutellabrote, frische Waffeln, selbst gebackene Kekse und den unvermeidlichen Isodrink.

VP Kloster Esthal

VP Kloster Esthal

Da ich mit meiner Holden um 14.00 Uhr in Lambrecht verabredet war, blieb nicht viel Zeit für Pausen, es wartete ja noch der berüchtigte Drecksanstieg  sowie Sonder VP II auf mich. Hinter Esthal gings auf einem anspruchsvollen Abwärtspädel ins Elmsteiner Tal, vorbei an der mobilen Espresso-Ausgabestelle und weiter Richtung Iptestal. Vorbei auch am voll unter Dampf stehenden Kuckucksbähnel.

Kuckucksbähnle

Kuckucksbähnle

Und dann der Drecksanstieg … gut 5 km steil bergauf, die Beine brennen, kein weiterer Teilnehmer weit und breit, es zieht sich mächtig und schmerzhaft. Wers nicht glauben will, der darf sich vertrauensvoll an Achim wenden, der kennt diese Schottergemeinheit auch bestens aus dem vergangenen Jahr.

Dann endlich wirds flacher und kurz darauf wird man von Smilies, Friedenzeichen usw. begrüßt, die Sonder-VP II ist erreicht. Hier bekommt man ein frischgezapftes Bier und eine kleine Tüte mit Verpflegung  (Laugenstange, Mettwurst und Tomate) überreicht, und weis, … alles ist gut 🙂 Für die Band war ich leider zu früh dran, dafür traf ich Leo, mit dem ich noch ein weiteres Bier vernichtete und noch ein wenig dumm rumgeschwätzt habe. Wie es halt so meine Art ist.

Sonder-VP II

Sonder-VP II

Sonder-VP II

Sonder-VP II

Sonder-VP II

Sonder-VP II

Sonder-VP II

Sonder-VP II

Jetzt noch gut 5 km entspannten Abfahrtspaß nach Lambrecht runter und just in time war ich im Ziel. Hier lernte ich dann noch Steffen alias Optimizer kennen, aber das ist eine andere Geschichte.

Fazit: Ganz wunderbare Veranstaltung, dieser Gäsbock-Marathon. Hermann und viele, viele Helfer stellten auch dieses Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis, was sie so in Sachen Kreativität und Organisationstalent drauf haben. Meinen allerhöchsten Reschbäggd!

Das einzig blöde: die 500 Startplätze sind schneller vergeben, als man/frau die Enter-Taste drücken kann. Es ist unglaublich. 🙂 Schaun mer mal, wenns klappt, bin ich im kommenden Jahr sicher wieder mit von der Partie.

CU

Jürgen

P.S.: Die Beine brennen immer noch.

Autor: Ripman

Rechts-Links-Verwechsler

6 Kommentare

  1. Einer feiner Bericht Herr Riplinger und vielen Dank dafür. Aber ganz ehrlich: Wir machen das ja nur für euch als Teilnehmer und ihr versteht das/uns ja. Deshalb macht das Spaß.

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