HARZ UP | Drei Tage im Harz

Kurze Nachbereitung
von Holger “Fliege” Reich

So dann sind wieder alle zu Hause und die erste Harztour hat ein Ende.

Donnerstag 16:00 Uhr das Vorrauskommando trifft in Ilsenburg ein. Der Rest des Tages war zum Einkaufen und sonstigen Kleinkram.

Freitag die Vorfreude erreicht einen neuen Höhepunkt. Die Reisegruppe trudelt so langsam ein. Schnell noch Mittag gekocht, Danke Achim! Punkt 12 Uhr geht die erste Runde los. Durchzählen der Fahrradcomputer: Vollzählig! Dank der Starkregenfälle war der erste Trail, für Insider das Rohntal, gleich eine Kategorie schwerer. Die positive Wirkung der Naturgewalten fand allgemeine Zustimmung fand. Weiter ging es zum nächsten Neue Wüschen Stieg. Der Schwierigkeitsgrad wurde nochmal ein wenig nach oben korrigiert. Leider waren wir durch diese doch etwas abgelenkt, was einer dieser Spitzbuben sofort zur Flucht genutzt hat. Um es kurz zu machen, er wurde nach einer halben Stunde wieder eingefangen und in den Rucksack verbannt. Dann gleich noch der Schindelstieg einen für Oberharzer Verhältnisse flowiger Trail hinterher geschoben. Dann trafen wir uns mit unseren letzten zwei Mitstreitern und es ging hoch zum höchsten Punkt und zum Höhepunkt des Tages, der Höllenstieg. Ein leckerer S2 Trail mit S3-Überraschungen, verblockt, wurzelig und teilweise nass. Kurze Überbrückungsetappe und ab den Alexanderstieg. Langsam kam das Ende des Tages näher. Ein finaler Anstieg, ein finaler Trail hinunter nach Ilsenburg und eine finale Panne 100m vor dem Ende.

Sonnabendmorgen 10:00 Uhr alles scharrt mit den Hufen, alle Fahrradcomputer am Start. Über lange Anstiege und einen Trail wurde sich auf 900 m hochgekämpft um dann den Pfarrstieg nach Schierke unter die Stollen zunehmen. Dieser Trail teilweise schön verblockt wurde natürlich sofort von einem renitenten Fahrradcomputer zur Flucht genutzt. Aber alle Mitfahrer waren sensibilisiert und so konnte der Fluchtversuch sofort unterbunden werden. Danach waren alle sofort begeistert von dem Vorschlag Kalorien zu bunkern. Jetzt lag allerdings wieder ein Berg zwischen uns und dem Ziel. Also Klettergang rein und ab. Zwischendurch noch die Harzquerbahn inspiziert. Dann ging es über mal leichtere oder schwereren Trails über die Steinerne Renne nach Wernigerode runter und am flach zurück nach Ilsenburg. Unterwegs wurde noch getestet ob meine Bemerkung, das Schlammlöcher auch mal tief sein können, also so bis zur Achse. Ich hatte Recht! Auch wurde nachgewiesen, wenn Schlaglöcher mittels Bunnyhop überwunden werden, der Bunnyhop in entsprechender Länge ausgeführt werden sollte. Also wieder Schlauch raus, Schlauch rein.

Sonntagmorgen 10:00 Uhr bedrückte Blicke, es regnet. Trotzdem ist der Wille da Biken zugehen. Es geht in den Westharz. Es sollte der Magdeburger Weg bezwungen werden. Räder ins Auto und ab nach Oderbrück. Kaum in Oderbrück angekommen, hatten sich auch schon zwei von den Biestern abgesetzt. Einer wurde sofort wieder aufgeriffen, der Andere sitzt in Ilsenburg in Einzelhaft. Im Regen wurden die Hopfensäcke überwunden und der Magdeburger Weg angesteuert. Aber da alles nass war, wurden die Schlüsselstellen nicht versucht. Aber der Rest des Weges ist sehr schön und eine Empfehlung wert. Im Anschluss ging es harztypisch malwieder lange bergan. Auf der Wolfswarte angekommen, wurde der Regen wieder stärker, also wurde beschlossen auf kurzen Wege zum Parkplatz zurückzukehren. Das wurde auch so umgesetzt. So wurde die Tour doch erheblich kürzer als geplant, aber man braucht ja noch Ziele für’s nächste Mal.

Fazit: Alle sind gesund, alle Fahrradcomputer sind noch da, Harzer Schlamm haftet nicht so gut wie Taunusschlamm, Wurzeln sind oft glatt wenn nass, bei Regen sind auch Wanderer unterwegs aber nicht so viele.
Also auf ein Neues im nächstem Jahr!

Holger

Autor: MTB-Club Beinhart

MTB-Club seit 1992

3 Kommentare

  1. Einladung zur Tour und …

    Bisherige Kommentare

    Michael
    Super Tour mit unglaublichen Trails. Endlich habe ich mal den Harz kennen gelernt.
    Vielen Dank an Fliege!

    Fliege
    Danke für die nette und motivierte Begleitung! Da alle wieder wohlbehalten den Harz verlassen haben und hoffentlich zu Hause angekommen sind, verbuche ich das WE als Erfolg. Ausführlicher Bericht ist in Arbeit!

    Adra
    Das war ein perfektes Wochenende! Danke Holger gerne wieder in einem halben Marsjahr.

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